Startup momotum im Gründerinterview

Wir haben uns mit dem Startup momotum, welches neu im Zentrum arbeitet, zusammengesetzt und ein spannendes  Gründerinterview geführt!

Hallo, ihr vier, gemeinsam habt ihr das Projekt momotum gestartet. Erzählt doch mal, was ist momotum und was genau macht ihr?

Mit unserem Unternehmen momotum helfen wir kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei den ersten Schritten in der digitalen Welt. Als unabhängige Auftragsklärer kommen wir in der Frühphase von Digitalprojekten in die KMUs und bereiten diese gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern vor.

Als erstes gehen wir auf die Problemstellung des Unternehmens ein. Wir beantworten offene Fragen und klären die Erwartungen. Als nächstes erfassen wir den aktuellen Stand und alle relevanten Informationen – von vorhandenen Systemen bis Fachwissen. Einfach ein Rundumschlag von allem, was ein wichtiger Faktor für das Digitalprojekt ist. Bei Bedarf binden wir weitere Experten aus unserem Netzwerk mit ein.

Am Ende steht ein Projektsteckbrief, welcher das Problem, die Zielvorstellung und den Projektrahmen genau beschreibt – der geklärte Auftrag. Jetzt schauen wir gemeinsam mit dem Unternehmen, was sinnvolle Möglichkeiten für die Umsetzung sind.

Die Vorteile für das Unternehmen liegen auf der Hand: Der Projektsteckbrief kann wie eine Ausschreibung genutzt werden, um gezielt den richtigen Digitaldienstleister zu finden. Außerdem spart dieses Vorgehen viel Zeit, denn das Projekt muss nicht unzählige Male aufs Neue erklärt werden. Zudem wissen die zuständigen Mitarbeiter im Unternehmen, ebenso wie die Digitaldienstleister, was das genaue Ziel des Projektes ist. Das verringert die Gefahr von Missverständnissen, klärt die Erwartungshaltungen vorab und erhöht somit die Erfolgswahrscheinlichkeit des Projektes.

Das klingt gut. Was genau unterscheidet euch von anderen Digital-Dienstleistern?

Ein wichtiger Punkt. Unser größtes Unterscheidungsmerkmal ist, dass wir unabhängig sind. Wir setzen die Projekte nicht selbst um und wollen daher auch kein Produkt verkaufen. Deshalb können wir unbefangene Einschätzungen geben, ohne in einen Interessenkonflikt zu geraten.

Außerdem muss das Unternehmen noch nicht genau wissen, welche Maßnahmen es konkret ergreifen will, wenn es uns kontaktiert. Für uns reicht es, wenn jemand eine grobe Idee von einem Digitalprojekt hat. Wir setzen bereits in der Findungsphase an und können dort wertvollen Input geben. Denn für KMUs ist es meist schwer zu wissen, was alles möglich ist, wenn sie neu in dem Bereich sind.

Da wir vier aus unterschiedlichen Bereichen kommen, können wir eine 360-Grad-Analyse machen und sehen Dinge, die ein hochspezialisiertes Unternehmen so oft nicht wahrnehmen kann. Darüber hinaus sind wir ein kleines Team und flexibel, weswegen wir individuell auf die Unternehmen und deren Mitarbeiter eingehen können. Das ist für große Agenturen und Beratungen nicht in dem Maß möglich.

Was genau sind die verschiedenen Spezialgebiete von euch? Und wie habt ihr euch kennengelernt?

Julius Laufenberg hat den Blick für die Unternehmensstruktur und die wichtigen Zusammenhänge im Unternehmen. Er entwickelt schnell ein Gefühl für das vorhandene Wissen der Mitarbeiter und identifiziert relevante Akteure für das Digitalprojekt. Lena Auners Stärke sind die (digitalen) Geschäftsmodelle und sie fühlt den Erwartungshaltungen und den vorhandenen Ideen auf den Zahn. Jeeva Schäfer ist der Perfektionist von uns und hat als Wirtschaftsinformatiker das Auge für Prozesse und Datenstrukturen. Der Vierte im Bunde ist Florian Meinert, der als Softwareentwickler die Systemanforderungen durchblickt und die Realisierbarkeit und Umsetzungsoptionen der Ideen kritisch prüft. So verbinden wir zwei wesentliche Bereiche von Digitalprojekten: Die Technik und die Wirtschaft.

Der Grund, warum es uns gibt, ist Julius, der uns in der Startups-Szene, der Uni oder Lüdenscheid kennengelernt hat. Er hat erkannt, dass es sinnvoll ist, unsere Kompetenzen zu vereinen. Letztes Jahr hat er uns dann für unseren ersten großen Auftrag – ein digitales Transformationsprojekt eines Mittelständlers aus Südwestfalen – zusammengetrommelt. So ist momotum entstanden und wir schärfen seither unser Profil und Angebot. Der letzte große Schritt war jetzt gerade die Bewerbung für das Gründerstipendium NRW.

Ein gutes Stichwort. Das EZW (Entrepreneurship Zentrum Witten) hat euch ermöglicht, für das Gründerstipendium NRW zu pitchen. Was erhofft ihr euch vom Stipendium?

Wir erhoffen uns mehr Freiraum für uns. Im Alltagsgeschäft holt einen doch immer wieder der Umsatzdruck ein. Wir haben kein Kapital aufgenommen und „bootstrappen“ seit fast acht Monaten. Da ist es nicht immer leicht, den Spagat zwischen strategischer Ausrichtung und dem Hier und Jetzt zu machen. Das Gründerstipendium gibt uns hierfür etwas Luft, sodass wir unser eigenes Angebot schärfen und weiterentwickeln können.

Was steht bei euch als Nächstes an?

Mit unserem Dienstleistungsangebot, dem Auftragsklärer, gehen wir jetzt nach draußen. Da wir in der Region Südwestfalen gestartet sind, wollen wir dort weiter Fuß fassen und sind aktuell mit einigen KMUs im Gespräch. Wir freuen uns, den Auftragsklärer stetig zu verbessern und unser Netzwerk mit Fachexperten weiter aufzubauen.

Danke für eure Zeit und weiterhin viel Erfolg!

Weitere Infos findet ihr unter:

Website: www.momotum.de


Comments are closed.