Blogeintrag: Gründen in ländlichen Regionen

Gründen in ländlichen Regionen

Hat man eine Chance in ländlichen Regionen erfolgreich zu gründen?

Obwohl die meisten Start-ups Deutschlands in Metropolen oder Großstädten sitzen, kommt eine Studie der Hochschule Landshut zu dem Schluss: ja, Gründer*innen sind auf dem Land ähnlich oft erfolgreich. Dennoch gibt es einige Unterschiede zu Entrepreneuren aus der Stadt.

Wer gründet auf dem Land?

Gründer*innen auf dem Land sind in der Regel jünger und häufiger männlich. Außerdem ist der Anteil an Nicht-Akademikern höher, im Schnitt hat jeder fünfte Gründer auf dem Land als höchsten Schulabschluss mittlere Reife oder Fachabitur. Doch dafür gibt es gute Gründe, denn meistens haben sie bereits eine Ausbildung abgeschlossen und sind schon beruflich tätig. Dementsprechend bringen die Gründer*innen auf dem Land wertvolle Berufserfahrung mit und haben mehr finanzielle Sicherheit. Durch die Berufserfahrung entstehen so eher auf die Umgebung zugeschnittene Ideen, was die Start-ups mit ihrem Standort besonders verbindet. Die finanzielle Sicherheit entlastet die Gründer*innen vor einem Scheitern des Start-ups.

Gründer*innen auf dem Land sind privat zufriedener, weil ihr Arbeits- und Privatleben besser im Einklang steht.

Dennoch gibt es drei Hauptprobleme:

  1. Zu wenig Austausch: Auf dem Land gibt es weniger Co-Working Spaces und somit auch wenig Raum zum Austausch mit anderen Start-ups (die auch eher selten sind).
  2. Logistische Probleme: Oft ist in ländlichen Gebieten keine gute Infrastruktur vorhanden, die sich z.B. in Form von schlechtem Breitbandausbau bemerkbar macht.
  3. Große Distanzen. Um zu den Kunden zu gelangen, Produkte zu liefern oder geliefert zu bekommen, müssen große Distanzen überwunden werden. 

Wenn du in einer ländlichen Region gründen willst, solltest du im Idealfall darauf achten, dass gutes Internet und ein Gründerzentrum in der Nähe vorhanden ist. 

 

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